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BOS in Brandenburg

25. April 2013 | Von | Kategorie: GROSSPROJEKTE

26,7 Mio Euro für Funkgeräte
Ein weiterer Teilschritt im Projekt BOS wurde Anfang diesen Jahres erreicht: Der Auftrag für die Funkgeräte wurde vergeben: Auf 26,7 Millionen Euro beläuft sich der Auftrag des ZDPol an die Firma Motorola Solutions im BOS-Projekt, berichtet die Märkische Oderzeitung. Das sind rund 14. Miliionen Euro für 15.000 Handfunkgeräte und 9 Millionen für 6.000 Funkeräte in Fahrzeugen. Die restlichen knapp 3,5 Mio sind für Installations- und Serviceleistungen, sowie Schulungen vorgesehen.

Gesamtkosten von rund 200 Mio Euro für Brandenburg
Das Brandenburger Innenministerium veranschlagt (seit 2010) bis zum Jahr 2021 Gesamtkosten für Netzaufbau, Geräte und Funkbetrieb in Höhe von 120 Millionen Euro. Hinzu kommen noch einmal 80 Millionen Euro für Kosten des Bundes, die das Land Brandenburg zu tragen hat (Quelle: Drs 5/2419 des Landtags Bbg, zu Frage 2).

Projektgruppe BOS in Brandenburg
Zuständig für die „Vorbereitung, Implementierung und Inbetriebnahme des Digitalfunks für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Land Brandenburg“ ist die Projektgruppe Digitalfunk BOS, die auf ihrer Webseite detaillierte Informationen über das Projekt bereitstellt.

Nicht die erste Verzögerung bei der Einführung
Die Einführung des Digitalfunks in Brandenburg hatte sich mehrfach verzögert; nach den ursprünglichen Planungen sollten Behörden, Feuerwehr und Rettungsdienste bereits 2008 auf die digitale Funktechnik umsteigen.

Ausschreibung für „ortsfeste“ BOS-Geräte in den Dienststellen aufgehoben
Neben den Funkgeräten für den mobilen Einsatz werden auch „ortsfeste Sprechstellen“ benötigt. Diesen Teilauftrag hatte der ZDPol erst Anfang Februar ausgeschrieben. Keine drei Wochen später war die Ausschreibung auch schon wieder aufgehoben. Als Ausschlusskriterium definierte Mindestanforderungen an die Bieter zu erfolgreich durchgeführten, vergleichbaren Aufträgen aus der Zeit zwischen 2010 und 2012 mussten ersatzlos gestrichen werden.

Innenminister 2010: Digitalfunk technisch nicht auf dem neuesten Stand
Bereits im Dezember 2010 musste Brandenburgs Innenminister Woidke einräumen, dass die „Technik des Digitalfunks BOS nicht mehr dem neuesten Stand entspricht.“

Innerhalb von Objekten besser mit dem Handy?!
Probleme soll der neue Digitalfunk insbesondere mit der Kommunikation innerhalb bzw. aus geschlossenen Gebäuden haben. Dazu und zu vielen anderen Aspekten des Behörden-Digitalfunks liegt auch der Bundesregierung aktuell eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Dt. Bundestag vor. Siehe dazu auch den folgenden Beitrag.

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Aktualisiert am 13.06.2013
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