IT-SYSTEME UND -PROJEKTE

PIAV und sein Zusammenhang mit INPOL, den Kriminalpolizeilichen Meldediensten (KPMD) und INPOL-Fall

Polizeilicher Informationsaustausch und der PIAV [2]

29. März 2016 | Von

In dieser zweiten Folge: Der PIAV, und sein Zusammenhang mit INPOL, den kriminalpolizeilichen Meldediensten (KPMD) und dem Informationssystem INPOL-Fall.



Prolog: Die aktuelle Misere des polizeilichen Informationsaustauschs und Erwartungen an den bevorstehenden Wirkbetrieb des PIAV

Polizeilicher Informationsaustausch und der PIAV [1]

29. März 2016 | Von

Potemkin lässt grüßen!
Diese Artikelserie erzählt die Geschichte, den bisherigen Verlauf und Erfolg des Polizeilichen Informations- und Analyseverbunds (PIAV) aus der Sicht eines ab und an an der Entwicklung Beteiligten.

Sie beginnt mit einem Prolog: Die immer noch bestehende Misere des polizeilichen Informationsaustauschs und Erwartungen an den bevorstehenden Wirkbetrieb des PIAV



Erkenntnisse aus Auskunftsersuchen an das Inpol Polas Competence Center

Handschlag genügt?! Die Rechtsgrundlagen der Crime-Kooperation

18. Februar 2016 | Von
(C) Fotolia / yourolaitsalbert

Zugegeben: Mit dem Inpol Polas Competence Center haben wir Verständnisprobleme. Dieses Konstrukt übt eine erhebliche Macht aus im Markt der polizeilichen Informationssysteme. Doch es ist so gar nicht erkennbar, wem hier eigentlich welche Rechte gehören, wer wem Nutzungsrechte überträgt, wer wen wofür bezahlt und warum das alles angeblich so wirtschaftlich sein soll.
Als Auch-Anbieter im gleichen Markt interessieren uns Antworten auf diese Fragen. Daher haben wir versucht, vom IPCC Antworten zu erhalten. Hier ist der Bericht, wie es uns dabei ergangen ist und zu welchen Erkenntnissen – und neuen Fragen – wir gekommen sind …



Der Polizeiliche Informations- und Analyseverbund macht Rola Security Solutions konkurrenzlos und zum Spitzenverdiener

PIAV als Goldgrube

29. Januar 2016 | Von
(C) Fotolia / Unclesam

Die Rola Security Solutions GmbH hat pflichtgemäß ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht: Ganz ähnlich wie im Vorjahr kann pro 100 Euro Umsatz ein Rohgewinn von 43 Euro verbucht werden. Als wesentlich für diesen Erfolg sieht Rola „den Gewinn des Projektes PIAV (polizeilicher Information-und Analyseverbund) im Bundeskriminalamt an, dem aktuell größten und wichtigsten IT-Projekt im Sicherheitssegment in Deutschland“.. „De facto ist die Rola in Deutschland aktuell konkurrenzlos“ heißt es weiter in deren Jahresbericht.

Ob diese Alleinstellung und die erkennbare Hochpreisstrategie auch gefolgt werden von technischer „Leadership“, Innovationskraft und Qualität, kann Rola schon bald unter Beweis stellen. Nachdem der Leistungsumfang mehrfach reduziert und der Wirkbetriebsbeginn mehrfach verschoben wurde, soll zumindest die Stufe 1 des PIAV für Waffen- und Sprengstoffdelikte jetzt im Mai 2016 in den Wirkbetrieb gehen.



Polizei NRW - Nach 'Silvester in Köln'

Vorgangsbearbeitung der Polizei: Wie Strafanzeigen nach ‚Silvester in Köln‘ gezählt werden

10. Januar 2016 | Von

Die Polizei in Köln kann auch nach 10 Tagen noch nicht sagen, wie viele Strafanzeigen „nach Silvester in Köln“ eigentlich vorliegen. Das wirft die Frage auf, wie leistungsfähig das in NRW eingesetzte Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei eigentlich ist. Und weist darauf hin, dass der zeitnahe (sic!) Datenaustausch über solche Ereignisse – über Behördengrenzen hinweg – noch in weiter Zukunft liegt.



Sorgte erst eine Presseanfrage für die längst überfällige Bekanntmachung?!

Die seltsamen Vergabebekanntmachungen des Bayerischen LKA

23. Dezember 2015 | Von

Merkwürdigkeiten bei der Beschaffung von IT-Systemen beschränken sich nicht nur auf Hamburg, worüber der Blog POLICE-IT erst vor kurzem berichtet hatte. Auch in Bayern gibt es aktuell einen seltsamen Fall: Der hat zu tun mit Easy, dem Fallbearbeitungssystem der bayerischen Polizei. Und mit der Aufrüstung von Easy für den Betrieb im PIAV, dem polizeilichen Informations- und Analyseverbund. Der am 1. Mai nächsten Jahres in Wirkbetrieb gehen soll …



Wirkbetrieb jetzt "geplant" für Anfang Mai 2016

Schon wieder Verzögerung: Jetzt klemmt es bei den PIAV-Teilnehmersystemen

14. Dezember 2015 | Von
(C) FlyingCowboy / Fotolia.com

Die Inbetriebnahme des PIAV, des polizeilichen Informations- und Analyseverbundes, verzögert sich weiter. Diesmal sind es die (dezentralen) Teilnehmersysteme, die nach Auskunft des BMI „mehr Zeit brauchen für die technischen und fachlichen Anbindungstests“. Das erstaunt, denn eigentlich gibt es nur zwei Teilnehmersysteme, nämlich das Rola-System und das der Crime-Kooperation. Und zumindest Rola sollte die dezentralen Fallbearbeitungssysteme, die es selbst entwickelt und geliefert hat, doch koppeln können mit dem PIAV-Zentralsystem im BKA, das ebenfalls aus dem Hause Rola stammt …



Nach den Anschlägen von Paris

Bewährungsprobe für die GED, die Gemeinsame Ermittlungsdatei im Staatsschutz

16. November 2015 | Von

Die Anschläge von Paris verlangen intensive Zusammenarbeit zwischen BKA und den Ländern. Die Ausstattung dafür, eine „Terminallösung“ namens GED, wurde auf Wunsch des BKA beschafft. Die früher verfügbare und funktionierende Lösung, noch erfolgreich eingesetzt nach Entdeckung der NSU-Terrorzelle, wird nicht weiter genutzt.
Wieder einmal sind Mehrarbeit und Doppelerfassung von Information die Folgen dieser „einsamen“ Entscheidung.



Akteure | IPCC und Konsorten

Unglaublich günstig! Die Kosten von Crime

4. März 2015 | Von

Das IPCC – das Inpol-Polas-Competence Center, ein lose Kooperationsgemeinschaft von Polizeibehörden, wirbt ja schon seit Jahren damit, dass Software-Beschaffung, Weiterentwicklung und Pflege auf die spezielle Weise des IPCC angeblich wirtschaftlich und investitionssicher ist und standardisierte, moderne und leistungsfähige IT-Verfahren für die tägliche polizeiliche Arbeit hervor bringt. So liest man es auch wieder in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage in der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg .

Erstmals werden dort auch für das Fallbearbeitungssystem Crime Kooperationspartner und konkrete Zahlen genannt. Die erstaunen im Branchenvergleich. Wo ein Wettbewerber 17,8 Mio Euro im Jahr umsetzt, kommt Crime mit gerade mal einer halben Million aus. Wie kann das gehen?!



Fallbearbeitungssoftware efas (RSCase) in Sachsen

Geld spielt keine Rolle …

18. Februar 2015 | Von

„Das sächsische Innenministerium stimmte der Beschaffung einer Fallbearbeitungssoftware zu, ohne die Gesamtkosten des Vorhabens zu kennen. Die Auftragsvergabe wies schwerwiegende Mängel auf.“

So fasste der sächsische Landesrechnungshof das Ergebnis seiner Prüfung über die Beschaffung der Fallbearbeitungssoftware ‚efas‘ zusammen, das ist die sächsische Ausprägung des Fallbearbeitungssystems RS-Case der Firma Rola Security Solutions GmbH.