Beiträge zum Stichwort ‘ PIAV ’

Großprojekte | Digitalfunk BOS

Systembedingt?!Funklöcher im BOS;Dekretismus im Ministerium und die Digitale Agenda

26. August 2014 | Von

Eigentlich sollte die deutsche Polizei schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft flächendeckend ausgestattet sein mit BOS – dem digitalen Behördenfunk. Wir reden allerdings von der WM vor acht Jahren. Doch einsatzfertig ist der BOS noch immer nicht. Aktuelle Tests, z.B. in Berlin, weisen Babykrankheiten und Funklöcher auf. Das Bundesinnenministerium ficht das jedoch nicht: Dort verfügt man einfach, dass die Polizei ab 2015 digital zu funken hat. Diese auch in anderen Innenministerien anzutreffende Form des Dekretismus könnte fatale Folgen haben für die jüngst vorgestellte Digitale Agenda.



Akteure | Rola und Konsorten || IT-System PIAV

Telekom übernimmt Rola

23. Juni 2014 | Von

Die Wirtschaftswoche berichtete am Wochenende [a], dass die Deutsche Telekom die Rola Security Solutions übernommen habe. Man habe damit einen „Verkauf an ein ausländisches Unternehmen und den Know-How-Transfer ins Ausland verhindern“ wollen. „Deutschland“ behalte damit die „technologische Souveränität“.
Nicht erwähnt ist in dieser Mitteilung der aktuelle Hintergrund dieser Transaktion: Nämlich das IT-Projekt PIAV für die Polizeibehörden von Bund und Ländern, das allein für eine erste Ausbaustufe 62 Mio Euro kosten soll. Rola ist der erklärte Wunschkandidat des Bundes für das PIAV-Zentralsystem beim BKA. Zweifel sind allerdings angebracht, ob durch den Verkauf tatsächlich
„technolgische Souveränität“ „behalten“ (sic?!] bleibt, …



Akteure | Rola und Konsorten || IT-System PIAV

Die Verfertigung des Wunschkandidaten

23. Mai 2014 | Von

Weiss die linke Hand nicht, was die rechte tut, im Bundesinnenministerium? Oder glaubt man, dass es ohnehin egal ist, was man dem Bundestag erzählt, weil kein Abgeordneter mehr tiefer einsteigt und durchblickt beim Thema ‚Informationstechnik der Sicherheitsbehörden‘?! Diese Fragen stellen sich bei den jüngsten Aussagen des BMI zum PIAV – dem polizeilichen Informations- und Analyseverbunds von Bund und Ländern.
Und bei den Entwicklungen ‚hinter der Bühne‘ zur Verfertigung des Wunschkandidaten …



IT-Systeme und -Projekte | (Nichts) Neues vom PIAV (5)

Verzögerungen und erneut viel heiße Luft …

26. März 2014 | Von

Keinerlei Fortschritte, sondern ganz im Gegenteil eine Verzögerung von mindestens einem Jahr: Das ist der aktuelle Status im Projekt PIAV-Operativ-Zentral. Diese Information findet man – ganz versteckt – in einer Unterrichtung der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag über den aktuellen Stand der Umsetzung der Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses.



Akteure | BMI und untergeordnete Behörden || IT-System PIAV

Wieder mal viel heiße Luft …

12. Januar 2014 | Von

„Manche Beamte nutzen verschwommene und unklare Ausdrucksweise mit messerscharfer Präzision.“
[ein anonymer Angehöriger des öffentlichen Dienstes]

Die Antwort des Bundesinnenministeriums auf die jüngste Anfrage im Bundestag zum PIAV – dem polizeilichen Informations- und Analyseverbund – liefert dafür ein beredtes Beispiel.



Projektmanagement | IT-Projekte

Systembedingt! IT-Verbundprojekte von Bund und Ländern und ihr hohes Risiko zum Scheitern (1)

21. Oktober 2013 | Von

20% aller IT-Projekte scheitern. Steigt die Komplexität, sind es schon mehr als 40%. 12 Risikofaktoren sind besonders fatal für das Scheitern von IT-Projekten.
Und gerade die so teuren und wichtigen IT-Verbundprojekte des Bundes und der Länder (für Polizeibehörden) weisen – systembedingt – diese Faktoren auf.



Akteure | BMI und untergeordnete Behörden || IT-Systeme Inpol-Neu, Inpol-Fall und PIAV

Ein eigener Fall: Inpol-Fall

1. Oktober 2013 | Von

Mit PIAV setzen Bund und Länder völlig neu auf – auf der grünen Wiese. Eine grobe Kostenschätzung dafür spricht von 62 Millionen Euro.
Eine mögliche Alternative dazu, die Verbesserung des vorhandenen Systems Inpol-Fall, ist gar nicht ernsthaft in Betracht gezogen worden. Wir werfen einen Blick auf die Hintergründe und die möglichen Folgen …



Akteure | BMI und untergeordnete Behörden || IT-System PIAV

Vergabeverfahren in Theorie und Praxis

26. September 2013 | Von

Nach mehrjähriger Vorbereitung geht es endlich los mit der Umsetzung des PIAV, des polizeilichen Informations- und Analyseverbundes. Allerdings standen die Vergabeverfahren für IT-Projekte des BKA schon im Vorfeld im Kreuzfeuer der medialen und politischen Kritik.
Und auch das Vergabeverfahren für PIAV-Zentral beginnt mit Holpern und Stolpern: Die Auftragsbekanntmachung zum Teilnahmewettbewerb ist noch keine vier Wochen alt, aber schon zweimal korrigiert.
Schon jetzt ist allerdings erkennbar: Ein umsatzstarker Bewerber soll das Rennen machen …



IT-Systeme & -Projekte | Neues vom PIAV (1)

BMI bestätigt: Bisherige Verbundprojekte gescheitert!

23. September 2013 | Von

„Der Karren ist an die Wand gefahren!“ – „Eine Weiterentwicklung ist zwecklos!“ – „Wir müssen komplett neu aufsetzen!“ – „Und das wird kosten – und zwar – nach derzeitiger Schätzung – mindestens 62 Millionen Euro!“
So in etwa lässt sich auf den Punkt bringen, was das Bundesministerium des Innern (BMI) in seiner Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag erklärte …



NSU-Untersuchungsausschuss im 17. Bundestag

Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschuss: Wann werden Taten folgen?

3. September 2013 | Von

Wie alles an diesem Ausschuss, war auch der Beschluss im Bundestag einstimmig. Mit den Stimmen aller anwesenden Mitglieder wurde der Abschlussbericht des Untersuchungsausschuss zur NSU-Mordserie in einer Sondersitzung des Bundestages am 2. September 2013 zur Kenntnis genommen. Vorangegangen war eine eineinhalbstündige Aussprache, zu der nahezu jedes Mitglied des Untersuchungssausschuss seinen Redebeitrag leistete und keine(r) es verabsäumte, diese „stilbildende“ „Hochkultur des Parlamentarismus“ gebührend zu würdigen. Dies und die Anwesenheit des Bundespräsidenten, von Vertretern der Angehörigen der Opfer und des türkischen Botschafters gaben der Aussprache beinahe den Charakter einer Feierstunde.

Doch es bleibt die Sorge, dass das Dokument von 1.400 Seiten in der Schublade verschwindet. Umso mehr stellt sich die Frage, wann den Worten auch Taten folgen ..